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Häufig gestellte Fragen

 

Was Sie schon immer mal über Frauen wissen wollten

 

Jan G., 27 Jahre, aus Roetgen: „Ich werde nicht ganz schlau aus den Frauen. Nie weiß man genau, woran man mit ihnen ist.“

Unter Männern ist es – entgegen der Ansichten ihrer Frauen – sehr wohl üblich, sich über die eigene Frau auszutauschen. Sicher, da werden nicht so viele Worte gemacht, die Kritikpunkte werden nicht direkt angesprochen - irgendwie will man ja doch der eigenen Frau gegenüber loyal bleiben. Also bleibt es bei Anspielungen, allgemeinen Aussagen über Frauen und hier und da ein kleines Stöhnen, ein kleiner Augenaufschlag.

Folgende 5 Grundaussagen über Frauen wiederholen sich in solchen Gesprächen immer wieder, sodass ich sie hier gerne kommentiere:

 

1. Frauen sind konfliktsüchtig

Stimmt nicht!“, sagen die Frauen selber. Die Männer wissen dagegen ganz genau, wie sie die Situation vor Ort erleben: „ Immer, wenn ich nach Hause komme, ist sie im Stress.“ „ Aus jeder Kleinigkeit macht sie gleich ein riesen Problem.“ „ Ich kann machen, was ich will: mit nichts ist sie zufrieden, nie ist einfach mal genug.“ „Und diese ewige An-sich-arbeiten-müssen…“ „Und wenn sie an mir nichts zum Nörgeln findet – dann hat sie eben was an Anderen auszusetzen.“ Für Männer ist es schon schlimm mit den Frauen: immer stören sie die gewohnten Kreise und rütteln an den eingefahrenen Bahnen. Dabei wollen wir Männer doch einfach nur unsere Ruhe haben, ein gewisses Maß an Harmonie eben – und niemand soll uns dabei stören. Denn: wir Männer haben - im Privaten – ziemliche Angst vor Unabwägbarkeiten, plötzlich in die Harmonie einbrechende Geschehnisse, die die gewohnte Ordnung durcheinander bringen und so uns Männer verunsichern. Und verunsichert sein ist unmännlich – und unmännlich will kein Mann sein. Für uns Männer sind Frauen also die reinen Störenfriede, wenn sie ein Problem auf den Tisch bringen.

Aber mal ganz unabhängig von dieser Sichtweise: sind Frauen denn nun konfliktsüchtig? Was ich in meiner Praxis immer wieder von den Frauen höre ist: sie fühlen sich erst dann wohl, wenn in der Partnerschaft alles stimmig ist. Erst dann blühen sie auf. Und damit es stimmig werden kann, müssen die vorhandenen Probleme und Unzufriedenheiten angesprochen werden. Frauen ist es dabei nicht so wichtig, dass direkt eine Lösung gefunden wird. Vielmehr wünschen sie sich eine bestimmte Form der Solidarität von ihrem Mann: „Wir beide sind jetzt vereint im gemeinsamen Bemühen, dieses Problem aus der Welt zu schaffen!“ Diese Gemeinsamkeit ist es, was Frauen wollen. Die Männer sollen gar nicht die heldenhaften Problemlöser sein (also, manchmal schon…aber eben nicht immer), sondern Partner einer gemeinsamen Sache werden. Lässt der Mann sich jedoch nicht auf dieses Anliegen ein oder erkennt er es nicht, so glauben Frauen, dass sie ihre Unzufriedenheiten mit noch mehr Nachdruck an den Mann heranbringen müssen: wiederholtes bis beständiges Drängeln und Nörgeln erscheint ihnen dann als einzige Möglichkeit, doch nicht zu ihrem Mann durchdringen zu können. Aber weit gefehlt, denn auf Druck verschließen sich die Männer selbst vernünftigen Anliegen gegenüber.

 

2. Bei Frauen – da ist Alles nur Gefühlsduselei

Frauen sind – wie alle Menschen – voller Gefühle. Gefühle haben aber den Hang, unangemeldet zu erscheinen und immer in alle Dingen verwickelt zu sein. Männer wollen das nicht wahrhaben: sie schützen sich vor Emotionen, sie verdrängen sie, sie reißen sich zusammen. Entsprechend wirken Männer eher gefühlsarm. Frauen dagegen erleben Gefühle anders:

  • Sie erleben sich selber so, als wären sie ihren Gefühlen ausgeliefert und haben ihre Gefühle oft nicht im Griff. Vorteil: sie wissen schneller, was sie fühlen und können sich den Gefühlen besser hingeben. Durch die ständige Präsenz von Emotionalitäten nehmen sie besser wahr, was gut oder schlecht für sie ist, ob ihre Bedürfnisse erfüllt werden oder nicht – d.h.: sie handeln dadurch authentischer. Durch die ständige Präsenz von Gefühlen – soweit man sie zulässt – handeln Frauen oft spontaner und können flexibler mit veränderten Verhältnissen umgehen.

 

3. Frauen ist alles Andere wichtiger als Sex

Frauen haben meist erst dann Spaß am Sex, wenn keine Sorgen und Ängste mehr auf ihren Seelen lasten. Erst dann meldet sich die Lust von alleine. Das aber wird erst dann zu einem Problem für Frauen - wenn der Mann mit seinen Bedürfnissen nach Sexualität drängelt; - wenn die Frau denkt, sie müsste mehr oder öfter Lust haben um eine richtige Frau zu sein; - wenn die Frau merkt, das die unerledigten Dinge (z.B. Haushalt u. Kinder) kein Ende nehmen und nie Zeit und Raum für sie entsteht, sich daher die Lust nie entfalten kann. Frauen sind nach dem Motto „Erst die Anderen, dann Du!“ erzogen worden. Kümmern sie sich also auch mal zuerst um ihre Bedürfnisse – und nicht die des Mannes, der Kinder, des Haushaltes – dann denken sie, dass sie eine schlechte Ehefrau, Mutter und Hausfrau sind. Frauen definieren sich also viel zu viel über die Erledigung von Dingen und die Betreuung von Mitmenschen. Die Folge ist - dass Lust nur dann erlebt werden kann, wenn die Last erledigt ist; - dass Lust als Genussmittel – wie der Quickie zwischen durch – nur selten möglich ist; - dass Lust deshalb seltener vorkommt und die Frau somit kaum Möglichkeiten hat, ihrem Mann ihre Liebe auf körperliche Weise zu zeigen. Entsprechen hat Kuscheln für Frauen als Brückenschlag zu Sexualität eine große Bedeutung.

 

4. Frauen sind duldsame Wesen

Mit Frauen kann man scheinbar Alles machen. Was ich da manchmal in meiner Praxis zu hören bekomme! Was Männer ihnen antun und wie Frauen das Jahr für Jahr ertragen – das ist nicht zum Aushalten. Und fragen Sie mich nicht, wie Frauen das schaffen!

Zum Einen scheint es so zu sein: wenn eine Frau sich einmal in einen Mann verliebt hat, dann ist sie davon überzeugt „Das ist der einzig Richtige!“ – auch, wenn sie ganz andere und unangenehme Erfahrungen mit ihm macht. Unbeirrbar halten sie daran fest „Wen ich liebe, der ist gut zu mir!“ Zum Anderen geben Frauen – trotz gegenteiliger Erfahrung – ihre Hoffnung nie auf, dass aus dem unangenehmen Frosch doch noch ein netter Prinz wird. Sie denken „Wenn ich ihn nur oft genug küsse, klappt es sicher.“ Nur – das Märchen geht anders: erst, als die Prinzessin den Frosch - nach dem Kuss - an die Wand warf geschah die Verwandlung... Oder die Frauen glauben, dass sie das kalte Herz des Mannes irgendwann doch noch einmal erweichen können, indem sie ihm Liebe schenken. Sie merken: hier geht es viel um Märchen…. Für Männer ist das bequem, haben sie doch so immer jemanden, der ihnen – sinnbildlich – die Pantoffeln bringt und den A…. nachträgt. Für Frauen führt das über die Zeit jedoch dazu - das sie ihre Liebe zu ihrem Mann verlieren, auch, wenn sie das lange nicht wahrhaben wollen; - das sie Respekt und Achtung vor ihrem Mann verlieren; - das sie Respekt und Achtung vor sich selber verlieren („Ich habe nichts Besseres verdient.“).

Was aber rät der Paartherapeut den Frauen?

Konfliktsüchtig sind Frauen nur in der Sichtweise der Männer. Aus ihrem eigenen Blickwinkel heraus ist der Konflikt eine Notwendigkeit, um Probleme auf den Tisch zu bringen und gegen die Abwehr der Männer auch auf dem Tisch liegen zu lassen. Hier würde ich allenfalls an der Art der Frauen – Stichwort: Nörgelei – Änderungsvorschläge machen: nicht etwas erwarten oder fordern, sondern Wünsche und Bedürfnisse mitteilen – sie nicht diskutieren, sondern energisch auf deren Existenz bestehen. Ansonsten, liebe Frauen: weiter so!

Voller Gefühle zu sein und sich von ihnen lenken zu lassen, tut Menschen gut. Hier sehe ich bei Frauen keinen Änderungsbedarf. Hier brauchen Frauen eher noch Ermunterung und Unterstützung, damit sie vor den Männern nicht so oft nachgeben.

Lustlosigkeit hat fast immer seelische Gründe. Hier ist es für Frauen wichtig, generell in ihrem Leben mehr Egoismus – ein gesundes Sich-um-sich-selber-Kümmern – an den Tag zu legen. Weniger auf Andere, mehr auf sich selber achten. Und sich vor Überforderungen schützen zulernen.

Duldsamkeit ist ein Laster und seinen Lastern frönt man nicht ununterbrochen. Also, ab und an ist das o.k., aber nicht andauernd. Sorgen Sie dafür, dass Sie durch Ihr Auftreten und Handeln mehr Respekt vor sich selber entwickeln. Und versuche Sie unbedingt, sich mehr auf Ihre eigenen Gefühle und Wahrnehmungen zu verlassen. So werden auch die Männer lernen, wieder respektvoller mit Ihnen umzugehen.

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